Böller Bann in der Frankfurter Stadtmitte

Am 2. Januar startete eine Umfrage der Jungen Union Frankfurt (Oder), um zu erfahren, wie Facebook-Nutzer zu einem Bann von Böllern in der Frankfurter Stadtmitte stehen.

Die Umfrage, welche für sieben Tage online war, sorgte für zahlreiche Diskussionen in Frankfurter Facebook Gruppen. Neben 191 Diskussionsbeiträgen zu dem Thema stimmten 846 Personen in der Umfrage ab. 61% der Nutzer befürworten einen Böller Bann für die Stadtmitte. „Wir sind positiv überrascht auf wieviel Diskussion und Abstimmungsfreundlichkeit diese Umfrage gestoßen ist.“ berichtet Joram Ulmke, Kreisvorsitzender der Jungen Union.

Auf Grund dieses Post kam es zu Diskussionen und Abstimmungen bei den Frankfurter Vorständen der jungen Christdemokraten und der Mutterpartei CDU. Die JU, wie die Junge Union auch genannt wird, spricht sich mehrheitlich für einen Böller Bann aus. Gesondert unterstützt die CDU die Idee eines gemeinsamen zentralen Bürgerfeuerwerks zu Silvester.

Gedanken zur Digitalisierung – Meine Fahrt nach Thomm

Als ich am Freitag nach Trier gefahren bin, musste ich mit dem Bus bis zum Nells Park fahren. Ich kaufte dementsprechend eine Fahrkarte beim Busfahrer mit dem Hinweis, dass ich bis Nells Park fahren würde. Als Nicht-Ortskundiger schaute ich ständig zur Anzeigetafel und drücke artig als meine Station angezeigt wurde. Leider hat der Busfahrer die Anzeige nicht aktuell gehalten und fuhr, da er vergessen hatte, dass er mich rauslassen musste, an meiner Haltestelle vorbei zur 17 km entfernten nächsten Haltestelle. Nach Anraten eines Fahrgastes, welcher laut eigener Angaben ortskundig sei und in einer lokalen Gärtnerei arbeite, solle ich bei der nächsten Station aussteigen, da führe alle halbe Stunde ein Bus ab. Der Busfahrer konnte mir leider keine genauen Auskünfte zum nächsten Bus an der nächsten Haltestelle machen. Also schaute ich mit kaum Empfang und bewaffnet mit der DB App nach, wann der nächste Bus fahren würde. Die App zeigte mir an, dass der nächste Bus erst in 2 Stunden als um 22.19 fahren würde. Als ich dies dem ortskundigen Fahrgast mitteilte, meinte der nur zum Fahrer, dass wir dem Internet nicht vertrauen sollten und ich bei der nächsten Station austeigen sollte, schließlich habe mich das Internet auch nicht zur meiner eigentlichen Haltestelle gebracht.
Ich stieg aus nur um festzustellen, dass der nächste Bus erst in zwei Stunden fahren würde, die nächsten Ortschaften zu weit weg zum Laufen sind und mir immer kälter wurde. Ich stand in Thomm – einem typischen 1000-Seelen Dorf  – und kam nicht vom Fleck für zwei Stunden.
Um mir die verbliebene Zeit etwas gemütlicher zumachen, bin ich zum Fußballplatz gegangen um mir eine Spiel zwischen – vermutlich – den Trainern und älteren Spielern gegen die jüngeren noch nicht so erfahrenen Spielern anzuschauen. Bei dem bestimmt in der ersten Liga spielenden Fußballverein ersetze ich die ganzen Fanblöcke und die zwei Parkbänke, welche dort standen, das Stadion – ein typischer Bolzplatz halt. Viertel vor neun erwähnte der Trainer, dass die Flutlichter bald ausgingen, da er nur 2€ eingeworfen habe.
So stand ich nachdem Fußballspiel wieder an der Bushaltestelle und überlegte, was ich jetzt noch eine Stunde machen wollte, da hielt ein Auto an der Bushaltestelle. Der Autofahrer öffnete die Tür und meinte „Na, noch kein Bus gekommen.“
Es stellte sich heraus, dass es der Busfahrer war. Er fuhr nach seiner Schicht mit dem Auto gerade nach Hause. Er brachte mich dann zurück zur letzten Station, entschuldigte sich und meinte, dass er total vergessen hätte die Haltestelle anzufahren, ich jedoch den vollen Service bekommen sollte.

Wir lernen:

  • Es gibt sehr nette Menschen.
  • Für 2,80€ ist es möglich, eine gefühlte Weltreise zu machen und ein Fußballspiel sich anzugucken.
  • Wir müssen noch lernen dem Internet zu vertrauen und nicht denken, dass wir es besser wüssten. Schlussendlich ist es dieses Vertrauen, welches die Digitalisierung voranbringen wird. Wir müssen Vertrauen in die Technik, die Apps und Informationen haben, welche wir im Internet finden können. Natürlich ist es dafür notwendig, dass wir lernen wie wir Informationen überprüfen können und feststellen können, ob Daten richtig sind. Einer DB App sollte jedoch jeder vertrauen können.

Kommentar „Achtung: Bissiges Internet“

Das geachtetste Bildungsorakel weissagt: Das Internet ist von Natur aus böse, gemein und macht dumm. Damit belegt die bekanntgemachte Pisa-Studie Fakten, welche wir meinen in Deutschland schon immer gewusst zu haben: Am besten gäbe es kein Internet. Deswegen lasst uns das Internet einfach abschalten, die Zeit zurückdrehen, die Plage, Internet, an ihrer Wurzel bekämpfen. Auch wenn die Wurzel unserer Gesellschaft gegenwärtig das Internet ist, die Zeit sich nicht zurückdrehen lässt, die Abschaltung des Internets nicht nur für die Wirtschaft sondern auch für das Zusammenspiel und –leben der Gesellschaft fatal wäre. Bleibt die Wahrheit: Wir können ohne Internet nicht mehr. Aus diesem Grund sollten wir keinesfalls nur noch die verwerflichen Seiten des Internets, welche größtenteils auch in der Offline-Welt vorkommen, nicht existieren oder Indikatoren sind, heraufbeschwören, sondern auch über die positiven Seiten des Internets reden. Um Risiken und Nebenwirkungen, welche es nicht nur beim Thema Internet gibt, zu minimieren, müssen wir dementsprechend lernen das Internet verantwortungsbewusst zu benutzen, mehr die Vorteile des Internets uns eigen zu machen und daraus als gesamte Gesellschaft und individuell zu profitieren.

(‎Dienstag, ‎15. ‎September ‎2015, Joram Ulmke)